Berliner kämpfen gegen Gentrifizierung

Der Feind in meinem Kiez

Wem gehört Berlin? Immer häufiger können Alt-Mieter die rasant steigenden Mietpreise nicht mehr zahlen, Häuser werden zwangsgeräumt und immer mehr Wohnungen gehen als Kapitalanlage an Käufer aus dem Ausland.

Es ist ein Markt im Rauschzustand: In Berlin sind die Kaufpreise für Wohnimmobilien seit 2007 um 32 Prozent gestiegen, weit schneller als im Rest des Landes. Die Mieten steigen seit 2009 laut Mietspiegel um vier Prozent pro Jahr, damit wachsen auch die Renditen für die Besitzer. In Deutschland und anderswo kratzen Leute derzeit ihr Eigenkapital zusammen, ergänzen es um den nötigen Bankkredit, den sie zu historisch tiefen Zinsen erhalten, und stecken das Geld in eine Wohnung, am liebsten in Berlin. Denn dort sind die Preise trotz allem weiterhin viel niedriger als in Hamburg oder München. Für die Alt-Mieter ist in diesem Geschäftsmodell kein Platz. Gentrifizierung nennen Soziologen so etwas - was das bedeutet, erzählen Volkmar Kabisch und Lisa Wandt.

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