Rechter Terror jahrelang unterschätzt

Brandanschläge von Mölln

In der Nacht auf den 23. November 1992 werfen zwei Neonazis Brandsätze in zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser. Yeliz (10), Ayşe (14) und ihre Großmutter Bahide (51) kommen in den Flammen ums Leben.

Die Stadt Mölln steht nach der Tat unter Schock. Die grausame Tat zieht Chaos, Beschuldigungen und Gegengewalt nach sich. SPIEGEL TV Reporterin Sandra Nettelbeck sprach im November 1992 mit Opfern, Tatverdächtigen und Politikern. Ein knappes Jahr nach den Anschlägen wurden die beiden Täter des dreifachen Mordes sowie des versuchten Mordes an 39 Menschen für schuldig befunden. Der damals 19-jährige Lars C. bekam zehn Jahre Jugendstrafe, wurde im Juni 2000 nach siebeneinhalb Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Michael P. bekam lebenslang, kam im November 2007 frei - fast auf den Tag genau 15 Jahre nach den Brandanschlägen von Mölln.

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