Verfolgt, versklavt, vergessen

Jesiden im Nordirak

Im Sommer 2014 sind rund 50.000 Jesiden vor dem Genozid des sogenannten "Islamischen Staates" auf den Mount Sindschar geflohen. Viele haben den Berg seitdem nicht mehr verlassen - zu groß ist die Angst vor ihren muslimischen Nachbarn.
Zwei Jahre lang waren Kocher und ihre Kinder versklavt vom "Islamischen Staat" - verschleppt, vergewaltigt und immer wieder weiterverkauft. Ihr Mann Mahmood kämpfte währenddessen gegen den IS. Seit Kochers Befreiung leben sie auf dem Mount Sindschar, dem heiligen Berg der Jesiden, in Zelten - unter einfachsten Bedingungen. Drei ihrer Kinder sind noch immer verschollen. Mahmood hat eine Kalaschnikow in seinem Schrank - zum Schutz vor neuen Angriffen. Eine Deutsche Welle-Reportage von Birgitta Schülke und Sandra Petersmann.

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