Christian Mann über die Arena als politischen Ort

Die Gladiatoren

Morgens: Tierkämpfe, mittags: Hinrichtungen, nachmittags: die Gladiatoren. Das ist der Tag in einer römischen Arena. Der Höhepunkt sind die Kämpfe der Gladiatoren.
Das Besondere der Gladatorenkämpfe liegt nicht im Kampf, sondern darin, dass Publikum und Kaiser öffentlich und gemeinsam darüber entscheiden, ob der Besiegte Tod oder Leben verdient hat. Rituell wird so der Begriff der „römischen Tapferkeit“ vorgeführt. Dies ist nicht bloß Sensation und Unterhaltung, sondern ein politisches Forum, auf dem es um das Verhältnis von Volk und Kaiser geht. Gladiatorenkämpfe werden auch von Frauen ausgetragen. Eine der frühesten Traditionen ist der Kampf eines blinden Mannes gegen einen großen Hund. Prof. Dr. Christian Mann, Althistoriker, berichtet.
24 Min.
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